Creative Writing: Vom Winde verweht

“Es sieht nach Krieg aus, Miß Scarlett”, meinten die Tarleton-Zwillinge.
“Na sowas!” sagte Scarlett O’Hara.
BUMM!
“Gott sei Dank! Dieser blutige Krieg ist jetzt vorbei!” sagte Rhett Butler. “Willst du mich heiraten, Scarlett?”
“Nein!”
“Na schön, vielleicht kommen wir später darauf zurück.”
“Ashley”, bekannte Scarlett, “ich liebe dich!”
“Aber ich bin doch mit Melanie verheiratet!” antwortete er. “Außerdem haben wir einen Krieg zu gewinnen!”
“Unsinn”, sagte Scarlett. “Der Krieg war schon nach Na sowas! und Bumm vorbei!”
“He, du hast also Frank Kennedy geheiratet!” stieß Rhett hervor.
“Ja, aber er starb”, meinte Scarlett.
“Wie die Zeit vergeht”, murmelte Rhett.
“Ich brauche dich, Rhett!”
“Tut mir leid, Scarlett. Aber mit unserer Ehe klappt es nicht. Außerdem haben wir einen Krieg zu gewinnen!”
“Dummkopf! Der Bürgerkrieg war doch schon nach Na sowas! und Bumm vorbei!”
“Was faselst du vom Bürgerkrieg, Mädchen?” brummte Rhett. “Die Zeit vergeht schneller als du denkst. Ich meine natürlich den Ersten Weltkrieg!”

Parodie auf “Vom Winde verweht” aus dem deutschen MAD Magazine Nr. 30 (1967), in: Harmut Kasper: Schule der Autoren

2 Antworten zu Creative Writing: Vom Winde verweht

  1. Hallo Kate, das hier soll nur ein Beispiel dafür sein, wie sich einzelne Handlungen/Episoden so abkürzen lassen, dass man schnell zum Ende kommt. Weiterhin viel Erfolg!

  2. Loch in Erde, / Bronze rin. / Glocke fertig, bim, bim, bim

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