Wenn es eine Band gibt, die schon seit vielen Jahren wirklich hörbare, unpeinliche Musik macht UND (in der Person von Sven Regener) Romane schreibt, über die sicherlich auch schon wieder Doktorarbeiten verfasst wurden, dann ist es diese: Element of Crime.
Einer ihrer ersten Songs ging mir 2005 nahe: Seit der Himmel. Das Stück drückt sich tiefgehend über das Gefühl des Verliebtseins aus, kommt dabei aber nicht ohne so viel Ironie aus, dass der ganze Tiefsinn auf der Stelle flöten geht. Leider gibt es dazu keinen schönen Clip, daher müssen die Lyrics reichen.
Ich sitze nur noch hinterm Haus
in einem alten Liegestuhl
und aus meinem Mund kommt Rauch
und aus allen beiden Nasenlöchern auch
Die blas‘ ich dahin wo der Wind
daraus ein Vogelhäuschen formt
Der nächste Winter kommt bestimmt,
da will ich, dass auch alle Vögel glücklich sind
Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt
Ich hör‘ das Rascheln jedes Baums,
der sich in meine Sonne schiebt
und drohe ihm die Säge an,
wenn er nicht bald mal etwas Nettes sagen kann,
zum Beispiel, dass ein Haar von dir
stärker ist als ein Seil aus Hanf
und schwerer wiegt als zwanzig Bier.
Das würd‘ ich gern beweisen, hätt‘ ich eines hier
Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt
Ich hab‘ dich gestern erst geseh’n
und werd‘ es morgen wieder tun
Bis dahin bleib‘ ich einfach hier,
wie etwas, das ein alter Hund vor deine Tür
legt, weil’s ein Stückchen morsches Holz
ist, das dem Hund ganz gut gefiel,
als es in einem Haufen lag,
der nebenan in einen grünen Himmel ragt
Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt
http://www.youtube.com/watch?v=qUchiiXTOP0

