Mein Lied des Jahres 2005: Seit der Himmel (Element of Crime)

Wenn es eine Band gibt, die schon seit vielen Jahren wirklich hörbare, unpeinliche Musik macht UND (in der Person von Sven Regener) Romane schreibt, über die sicherlich auch schon wieder Doktorarbeiten verfasst wurden, dann ist es diese: Element of Crime.

Einer ihrer ersten Songs ging mir 2005 nahe: Seit der Himmel. Das Stück drückt sich tiefgehend über das Gefühl des Verliebtseins aus, kommt dabei aber nicht ohne so viel Ironie aus, dass der ganze Tiefsinn auf der Stelle flöten geht. Leider gibt es dazu keinen schönen Clip, daher müssen die Lyrics reichen.

Ich sitze nur noch hinterm Haus
in einem alten Liegestuhl
und aus meinem Mund kommt Rauch
und aus allen beiden Nasenlöchern auch
Die blas‘ ich dahin wo der Wind
daraus ein Vogelhäuschen formt
Der nächste Winter kommt bestimmt,
da will ich, dass auch alle Vögel glücklich sind

Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt

Ich hör‘ das Rascheln jedes Baums,
der sich in meine Sonne schiebt
und drohe ihm die Säge an,
wenn er nicht bald mal etwas Nettes sagen kann,
zum Beispiel, dass ein Haar von dir
stärker ist als ein Seil aus Hanf
und schwerer wiegt als zwanzig Bier.
Das würd‘ ich gern beweisen, hätt‘ ich eines hier

Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt

Ich hab‘ dich gestern erst geseh’n
und werd‘ es morgen wieder tun
Bis dahin bleib‘ ich einfach hier,
wie etwas, das ein alter Hund vor deine Tür
legt, weil’s ein Stückchen morsches Holz
ist, das dem Hund ganz gut gefiel,
als es in einem Haufen lag,
der nebenan in einen grünen Himmel ragt

Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt

Ein russischer Akkordeonist auf YouTube hat den Text ins Russische übertragen, aber das nur am Rande:

http://www.youtube.com/watch?v=qUchiiXTOP0

 

Creative Writing & Open Stage für Autoren

Bild: Olive Green Anna ~ olivegreenanna.com

Du denkst dir eigenwillige Charaktere aus? Da war was in deiner Kindheit? Du warst an fremden Orten? Du willst über all das schreiben? Oder du willst es den anderen endlich mal erzählen und dich mit deiner Geschichte ans Mikro stellen? Das alles kannst du beim:

Creative Writing Crashkurs am Samstag, 10. Mai, 10-17 Uhr

Wir zeigen dir, wie man Geschichten konstruiert, die funktionieren. 6-stündiger Crashkurs rund ums Schreiben (mit Mittagspause). Schwerpunkt: Kurzgeschichten, Biografien, Romane. 

Preis: 60 Euro, ermäßigt: 50 Euro (Schüler, Studenten, Arbeitslose)
Frühbucher-Rabatt: 10% für early birds bis zum 30. April
Teilnehmerzahl: 5-15

Oder komm zur:

Open Stage am Sonntag, 11. Mai, 19 Uhr

Lasst die Texte aus den Schubladen! Offenes Mikro für alle, die gerne ihre eigenen Texte vortragen.

Specials:

  • Die Autorin Lisa-Maria Seydlitz (Mannheim) liest aus ihrem Roman „Sommertöchter“ (Verlag Dumont)
  • Arne macht Cocktails
  • Alle Teilnehmer des Creative-Writing-Seminars haben freien Eintritt zur Open Stage

Preis: 8 Euro, ermäßigt: 6 Euro (Schüler, Studenten, Arbeitslose) 

Mehr Infos und Tickets im Vorverkauf auf der Action House-Webseite. Regelmäßige Updates auf Facebook.

Über die Veranstalter:

The Future of Storytelling

storytelling

Lange halten wir es nicht mehr aus ohne neuen Creative Writing Input im Action House. Will heißen: ein neuer Workshop steht an. Bevor wir euch jetzt verraten wann, gibt es erst einmal eine kleine Erfrischung für zwischendurch: 

Auf diesen Kurs bin ich auf der Suche nach neuen Aufträgen als Texterin (Stawenow Textdesign) gestolpert. Also: Ein Online-Kurs in Storytelling. Aus Potsdam. Mit Videos und allem pipapo, auf Englisch und kostenlos. Und das Beste: Ihr braucht Euch nicht vom Bildschirm wegbewegen! 🙂
Anmelden kann man sich jederzeit. Wenn man live dabei sein will, sollte man sich aber bis zum 25. Oktober anmelden. Die Videos bleiben aber online und sind jederzeit einsehbar.Ich hoffe, ihr habt Spaß damit!

Engagement für/mit Edward Snowden

Der Fall Edward Snowden passt gut zu meiner Doktorarbeit. Ich will Euch erklären, warum: In meiner Doktorarbeit untersuche ich, welche Arten des Engagements in der Gesellschaft üblich sind. Man geht von 3 Arten des Engagements aus:

Spezifisches Engagement
Ein berufstätiger Mensch (zum Beispiel ein NSA-Mitarbeiter) entdeckt einen Missstand am eigenen Arbeitsplatz und geht damit an die Öffentlichkeit. Da er sich ohne die Hilfe anderer nicht so gut ausdrücken kann, nutzt er das Knowhow von Publizisten. Sowohl Edward Snowden als auch die Filmerin Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald verlassen sich in ihrer Aufklärungskampagne auf ihr berufsspezifisches Wissen. Sie tun das, was sie besonders gut können, und sie tun es in der Hoffnung, der Gesellschaft damit zu nützen.

Universelles Engagement
Bekannte Persönlichkeiten, die sich mit superkomplexen Technik-Dingen wie PRISM, Tempora, XKeyscore usw. eigentlich überhaupt nicht auskennen, erheben Mitspracherechte. Dabei heben sie das Thema (Datensammeln durch Regierungen) auf ein allgemeingültigeres Niveau. Ihre Kommentare spielen eine entscheidende Rolle dabei, in welche Richtung die Debatte umschwenkt, denn sie haben Anhänger wie Kritiker, die ihren Aussagen große Bedeutung beimessen. Beispiele sind:

Kollektives Engagement
Eine unbegrenzte Anzahl an Personen (mit Bekanntheitsgrad oder auch nicht) vernetzt sich (bestenfalls weltweit) zu einem bestimmten Thema. Das können reine Interessengruppen sein, aber auch soziale Bewegungen, Hilfsorganisationen und Oppositionsparteien.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Viele finden eher Gehör als wenige. Außerdem schaffen es so auch „Randthemen“ bzw. mit dem Hauptanliegen verknüpfte Themen auf die Tagesordnung.
In Zusammenhang mit dem Fall Snowden gab es unzählige Beispiele von führenden Gruppierungen wie Occupy, Campact, Human Rights Watch, Parteien wie Die Grünen, die Linke und die Piraten sowie spontane und eher virtuelle Zusammenschlüsse wie #StopWatchingUs, die die Bevölkerung zu Petitionen und Aktionstagen aufriefen und von den Politikern Stellungnahmen forderten.
Auf der Agenda dieser Gruppen stand z.B. der Aufruf an westliche Politiker, Snowden Asyl zu gewähren, sowie die Forderung an bestimmte Regierungen, den Ausmaß des Späh-Skandals endlich zuzugeben. Ferner soll die Bevölkerung für einen bewussteren Umgang mit ihren Mailprogrammen und Sozialen Netzwerken geschult werden. „Randthemen“, an die dabei erinnert wird, sind die Verurteilung Bradley Mannings, die Gültigkeit des deutschen Grundgesetzes, die Nazi- bzw. Stasi-Vergangenheit inkl. der bis heute andauernden Präsenz US-amerikanischer Einrichtungen überall in Deutschland.

Mein Lied des Jahres 2010: That Look You Give That Guy (EELS)

2010: Hipstertum rulez. Vollbärte, schwarz-weiß, Redundanz zum Mitsingen und so. Und weils so schön war, hier noch eins:

I never thought that I could be so bold
To even say these thoughts aloud
I see you with your man, your eyes just shine
While he stands tall and walk in proud

That look you give that guy, I wanna see
Looking right at me
If I could be that guy instead of me
I’d never let you down

It always seems like you’re going somewhere
Better than you’ve been before
Well, I go to sleep, and I dream all night
Of you knocking on my door

That look you give that guy, I wanna see
Looking right at me
If I could be that guy instead of me
I’d be all I can be, I’d be all I can be

I’m nothing like what I’d like to be
I’m nothing much, I know it’s true
I lack the style and the pedigree
And my chances are so few

That look you give that guy, I wanna see
Looking right at me
If I could be that guy instead of me
I’d give you all I got

I never thought that I could be so bold
To even say these thoughts aloud
But if, let’s say, it won’t work out
You know where I can be found

That look you give that guy, I wanna see
Looking right at me
If I could be that guy instead of me
I’d never let you down, I’d never let you down